Verein Ostfriesland in Sierra Leone e.V.

 

 

Verein Ostfriesland in Sierra Leone e.V. Verein Ostfriesland in Sierra Leone

       Unser Engagement für eines der ärmsten Länder der Welt

Zum Beginn dieses Jahres hat der neugegründete Verein „Ostfriesland in Sierra Leone e.V.“ offiziell seine Arbeit aufgenommen. Mitglieder und Interessierte aus den Leeraner und Emder Baptistengemeinden sowie dem Johannes Althusius Gymnasiums in Emden haben sich zum Ziel gesetzt verschiedene Projekte in Sierra Leone zu unterstützen. Schwerpunkt der Arbeit ist die Schule „Ostfriesland“ in der Provinz in Kono.

Dr.Bell

 

Dr. Christian Bell

Diese Schule und das Ausbildungszentrum für junge Erwachsene wurde vor etwa 12 Jahren von Dr. med. Chr. Bell, einem Mediziner aus Sierra Leone, der viele Jahre in Leer im Borromäus Hospital gearbeitet hat, gegründet. Dr. Bells „Love one another Campaign“ ist unser Ansprechpartner vor Ort. Freerk Meyer, 1. Vorsitzender OiSL e.V. (freerk.meyer@t-online.de)

Die Hilfe in Sierra Leone wurde im Herbst 2014 stark durch den Ausbruch der Seuche Ebola beein-flusst. Die Provinz Kono entwickelte sich zu einem Schwerpunkt der Krankheit. Die Schule musste geschlossen werden und die Menschen kämpften um das nackte Überleben. Mit Hilfe von groß-zügigen Spenden von verschiedenen Seiten konnte der Verein wichtige Hilfe leisten.

In den letzten Monaten ist die Seuche abgeklungen und die Schule wurde wieder eröffnet. Vieles muss nun neu aufgebaut und neu begonnen werden. Dazu ist unsere Unterstützung notwendig. Dazu wurde das Projekt „Neustart“ ins Leben gerufen. Der Beginn des neuen Schuljahres soll gezielt von uns unterstützt werden (Hilfe bei den Lehrergehältern, Schuluniformen, Schulmaterial, Schulspeisung usw.).

 

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Dr. Bells Organisation „Love One Another Campaign“ (LOAC) ist unser Partner auf Augenhöhe in Westafrika. Alle Spenden werden direkt über die LOAC an die Verantwortlichen der Schule „Ostfriesland“ in Kono überwiesen und deren Verwendung überwacht.

Bankverbindung: Kto: 21010129   BLZ: 284 500 00
Sparkasse Emden   IBAN: DE05-2845-0000-0021-0101-29

 

Besuch von Dr. Tilly Bell am 21.10.2015 in der Baptistenkirche in Leer

„Es ist schön, hier zu sein. Es fühlt sich so an, als ob ich immer hier und gar nicht weg gewesen bin.“ Mit diesen Worten begrüßt Dr. Bell seine Zuhörer an diesem Abend.

Ein paar Worte zu seiner Person: Dr. Bell arbeitete in den siebziger Jahren als Gynäkologe im Borromäus Hospital. Seine drei Kinder wurden hier in Leer geboren. 1981 kehrte Dr. Bell nach Sierra Leone zurück,um sein Krankenhaus aufzubauen. Während des Bürgerkriegs musste er fliehen und kam wieder nach Leer. In dieser Zeit knüpfte er Kontakt mit unserer Gemeinde und besuchte regelmäßig unsere Gottesdienste.

An einem Sonntag im Jahr 1998 predigte unser damaliger Pastor Eberhard Knabe über die Liebe Gottes, die Agape. Während dieser Predigt bekam Dr. Bell die Vision, in seinem vom Bürgerkrieg heimgesuchten Land die Botschaft von Gottes Liebe zu verbreiten. Zurück in Sierra Leone startete er die Kampagne „Love one another as God loves you“. Überall verteilte er Aufkleber und Plakate mit diesem Text und nahm Kontakte mit Häuptlingen und der Regierung auf, um seine Kampagne zu erklären. Er war der Überzeugung, dass nur so das Land wieder zur Ruhe kommen würde. Unsere Gemeinde verpflichtete sich, ihn bei dieser Arbeit zu unterstützen.

Inzwischen hat Dr.Bell viel in seinem Land bewirkt. Dies zeigte er uns an diesem Abend wieder anhand von Bildern. Mit seinen Mitarbeitern baute er in verschiedenen Städten des Landes Schulen auf, stellte Lehrer ein, um Kindern und jungen Leuten eine Zukunft zu geben. Ein neues Projekt in der Stadt Makeni lautet „Mothers Helping Mothers“ /Mütter helfen Müttern“. Hier lernen Frauen das Nähen auf in Ostfriesland gesammelten alten Nähmaschinen. Gestartet wurde das Projekt mit 20 Frauen, innerhalb von drei Monaten stieg die Zahl auf 70, inzwischen sind es 100. Solche Projekte sollen auch für das Erlernen des Gemüseanbaus angeboten werden. In Kenema, der drittgrößten Stadt in Sierra Leone, wird, unterstützt von Ostfriesland eine große Halle gebaut, um Kindern, Frauen und Männern Lesen und Schreiben beizubringen. In Sierra Leone herrscht ein Analphabetismus von 80%. Es dürfen Menschen aller Religionen diese Schule besuchen, wobei das Christentum von den Lehrern und Mitarbeitern immer betont wird.

Durch die Ebola-Epidemie wurde das Land in seiner positiven Entwicklung sehr zurückgeworfen. Das Land ist noch nicht als „Ebola frei“ deklariert worden. Aber seit 21 Tagen gibt es keine neuen Ebola-Fälle. Ein Land ist „Ebola frei“, wenn insgesamt 42 Tage kein Ebola-Fall aufgetreten ist. Die Organisation von Dr.Bell versorgt z.Zt. 200 Ebolawaisen, die aber nicht in Heimen, sondern bei Verwandten leben. Diese Versorgerfamilien werden mit Nahrungsmitteln (Reis,Öl) unterstützt. Die Kinder erhalten Schultaschen mit den Materialien, die sie für einen Schulbesuch brauchen. Vom Staat bekommen diese Kinder keine Unterstützung. Dr. Bell möchte jetzt gerne ein Haus für die Waisenkinder zur Verfügung stellen, wo sie sich treffen und sich austauschen und Freizeit verbringen können. Auch eine psychologische Schulung für die Versorgerfamilien wird angestrebt.

Seine „Love one another“ Kampagne hat Dr. Bell ausgeweitet auf „Say NO to Exploitation. Love one another for Lasting Peace and Prosperity“ Das ist ein Aufruf zum „Nein zur Ausbeutung“ , um dadurch dauerhaften Frieden und Wohlstand zu erhalten.

Dieser kleine Bericht zeigt, wie wichtig es ist, dass wir Dr. Bell und seine Organisation weiterhin finanziell und im Gebet unterstützen.

In Emden wurde vor einiger Zeit ein gemeinnütziger Verein gegründet, der die Arbeit von Dr. Bell unterstützt. Nähere Auskünfte kann dazu Dietmar Schritt, Mitglied unserer Gemeinde, geben.

Wir wünschen Dr. Bell und seinen Mitarbeitern weiterhin alles Gute und Gottes Segen für seine Arbeit.

 

Annedore Hegeler

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Mehr Informationen geben: Freerk Meyer, Ernst Bohnet oder Helmut Radtke